10.09.2026
„Gott.alein/die.ehr“ - ein Oratorium über Philipp Melanchthon
Donnerstag, 10. September 2026 um 18 Uhr
Stadtkirche St. Marien, Herzberg
für Orchester, Band, Solisten und Chor
von Christoph Reuter (Musik) und Andreas Hillger (Text)
Chor des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Herzberg
Kantorei St. Marien
Jugend- und Kinderchor St. Marien
Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt (Oder)
Frieda Barck - Sopran
Frank Roder - Sprecher
Alexander Wienand - Piano; Réne Kutschmann - Bass; Thomas Rüdiger - Drums
Christoph Reuter - Musikalische Leitung
Eintritt: 10 € für Erwachsene
5 € für SchülerInnen
< 6 Jahre Eintritt frei
Freie Platzwahl
Vorverkauf ab Juni 2026 in Herzberg
- Mediathek (Uferstraße 6)
- Blumengeschäft Petzoldt (Rosa-Luxemburg-Str. 11)
Der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“, der Kirchengemeinde Herzberg, dem Förderverein des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums Herzberg, dem Kirchenkreis Bad Liebenwerda, der enviaM-Gruppe und der Bau- und Landtechnik GmbH Herzberg sei für die finanzielle Unterstützung herzlich gedankt.
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Ein Zeitzeuge aus dem 16. Jahrhundert
Melanchthon-Oratorium in der Marienkirche
In der Herzberger Stadtkirche St. Marien wird am 10. September um 18 Uhr das Oratorium „Gott.alein/die.ehr" von Christoph Reuter (Musik) und Andreas Hillger (Text) aufgeführt. Unter der Leitung des Komponisten musizieren das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt (Oder) und eine dreiköpfige Band, es singen die Chöre des Melanchthon Gymnasiums (Einstudierung: Daniela Uhlig, Solveig Lichtenstein) sowie die Kantorei und der Kinder- und Jugendchor der St. Marienkirche Herzberg. Als Solisten wirken die Sopranistin Frieda Barck und der Sprecher Frank Roder mit.
Das Oratorium, dessen Titel sich auf die Gravur einer Taschenuhr aus dem Besitz von Philipp Melanchthon (1497-1560) bezieht, zeichnet ein Porträt des bedeutenden Reformators aus menschlicher wie aus theologischer Sicht. Einzelne Passagen widmen sich seiner Kindheit und seiner Familie, aber auch seinen religiösen und seinen pädagogischen Ansätzen, mit denen Melanchthon an der Seite von Martin Luther zum „Praeceptor Germaniae“ – also zum Lehrer Deutschlands – wurde. Dabei wird der für seine diplomatische Zurückhaltung bekannte Mann auf überraschende Weise lebendig – fromm, aber auch fröhlich, in mitreißenden und anrührenden Liedern sowie im ständigen Dialog mit seiner Seele und mit seiner Umwelt. Dass Melanchthon tatsächlich bereits am Beginn des 16. Jahrhunderts ein eigenes Chronometer mit sich führte, macht ihn buchstäblich zum Zeit-Zeugen. Und dass die Musik ihn im 21. Jahrhundert vergegenwärtigt, lässt seinen Lebenslauf auch zu einer spannenden Zeit-Reise für heutige Interpreten und Zuhörer werden.
